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Verwaltungslehrgang 1 als Quereinsteiger in NRW beginnen – Alle Fakten und Tipps

Der Verwaltungslehrgang 1 bietet für Quereinsteiger in NRW die Möglichkeit, sich für weiterführende Aufgaben in der Verwaltung des Landes oder Kommunen zu qualifizieren. Hier erfährst du, wie die Zusatzqualifizierung abläuft.

Kurleiter: Lucas & das Plakos Team

24. Juni 2026

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Verwaltungslehrgang 1

Testumfang: 15 Fragen
Zeitlimit: 7 Minuten

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1 / 15

In welchen Fällen liegt ein regelndes Handeln vor?

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Welche der folgenden Aspekte stellen Erkennungsmerkmale des VA dar?

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Wann erwächst ein VA in Bestandskraft?

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Was versteht man unter der Regulierungsverwaltung?

5 / 15

Was bedeutet die Rechtsschutzfunktion im Zusammenhang mit dem Verwaltungsakt?

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Welche der folgenden Tätigkeitsbereiche von Behörden zählen zur Eingriffsverwaltung?

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Welche Aussage ist zutreffend?

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Welche Regeln/Prinzipien ergeben sich aus dem Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung?

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Was wird unter dem Begriff der Gewährleistungsverwaltung verstanden?

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Was besagt der Gleichbehandlungsgrundsatz?

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Welche Aussage ist zutreffend?

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Ein Erkennungsmerkmal des VA ist die unmittelbare Rechtswirkung nach außen. Was ist damit gemeint?

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In welchen Gesetzen finden sich Regelungen zum Verwaltungshandeln?

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Welche der folgenden Tätigkeitsbereiche von Behörden zählen zur Leistungsverwaltung?

15 / 15

Was besagt der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit?

Die durchschnittliche Punktzahl ist 31%

Kursleiter: Lucas Weigerstorfer

Lucas ist seit 2020 Kursleiter bei Plakos. Er absolvierte ein Duales Studium im öffentlichen Dienst und durchlief erfolgreich das Auswahlverfahren. Seit 2019 betreibt er den YouTube-Kanal Beamtentest Vorbereitung und unterstützt Plakos bei der Erstellung von Online-Inhalten. In den vergangenen Jahren hat er sich ein vielseitiges Wissen in der Erstellung von Video-Kursen und Inhalten zur Wissensvermittlung aufgebaut und spezialisierte sich auf die Vorbereitung auf Prüfungen und Einstellungstests.

Quereinstieg in der Verwaltung NRW - alles für deine Prüfung

Der Verwaltungslehrgang 1 Quereinsteiger NRW ist für viele Beschäftigte der Einstieg in eine sichere und fachlich anspruchsvolle Tätigkeit im öffentlichen Dienst. Besonders Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger stehen am Anfang oft vor derselben Frage: Was kommt in der Prüfung wirklich dran – und wie bereite ich mich so vor, dass ich nicht nur auswendig lerne, sondern die Aufgaben auch unter Zeitdruck lösen kann?

Genau hier liegt der entscheidende Punkt. Im Verwaltungslehrgang I geht es nicht nur darum, einzelne Begriffe aus dem Verwaltungsrecht, Kommunalrecht oder Finanzwesen wiederzugeben. Die Prüfung prüft, ob du Verwaltungsvorgänge praktisch anwenden kannst, also

Wer sich früh an diese Arbeitsweise gewöhnt, hat in der Prüfung einen klaren Vorteil.

Für wen ist der Verwaltungslehrgang 1 in NRW besonders wichtig?

Der Verwaltungslehrgang 1 Quereinsteiger NRW richtet sich vor allem an Beschäftigte in Kommunalverwaltungen, die keine klassische Verwaltungsausbildung abgeschlossen haben, aber in verwaltungsnahen Aufgaben eingesetzt werden oder perspektivisch höherwertige Tätigkeiten übernehmen sollen. Typisch sind Mitarbeitende aus Bürgerbüros, Sozialämtern, Ordnungsämtern, Schulverwaltungen, Personalbereichen oder Kämmereien, die bereits praktische Erfahrung gesammelt haben, aber den formalen Verwaltungsabschluss benötigen.

Gerade für Quereinsteiger ist der Lehrgang anspruchsvoll, weil viele Inhalte neu sind. Wer vorher aus der freien Wirtschaft, aus sozialen Berufen, aus kaufmännischen Bereichen oder aus technischen Tätigkeiten kommt, muss sich erst an die Denkweise der Verwaltung gewöhnen. Verwaltung bedeutet:

Das klingt trocken, wird aber greifbar, sobald du mit echten Fällen arbeitest.

Aufbau des Verwaltungslehrgangs 1 Quereinsteiger NRW

In NRW besteht der Verwaltungslehrgang I meist aus einem Basislehrgang und einem Aufbaulehrgang. Der Basislehrgang vermittelt die Grundlagen und endet in der Regel mit Klausuren aus dem rechtlichen und wirtschaftlichen Bereich. Der Aufbaulehrgang vertieft diese Inhalte und führt zur Ersten Verwaltungsprüfung beziehungsweise zum Abschluss als Verwaltungswirtin oder Verwaltungswirt nach TVöD-Kontext.

Zu den typischen Themen gehören Staats- und Europarecht, Allgemeines Verwaltungsrecht, Kommunalrecht, Ordnungsrecht, Sozialrecht, Bürgerliches Recht, Personalrecht, Verwaltungsorganisation, E-Government, Kommunales Finanzmanagement, Kommunale Abgaben, Kosten- und Leistungsrechnung sowie Kommunale Buchführung. Plakos bietet dir mit dem Onlinetrainer für den Verwaltungslehrgang 1 Quereinsteiger NRW eine sehr gute Möglichkeit, Theoriewissen und Prüfungsaufgaben gezielt vorzubereiten.

 Was Quereinsteiger häufig unterschätzen

Viele Teilnehmende unterschätzen nicht den Stoffumfang, sondern die Prüfungslogik. In der Schule oder Ausbildung reicht es oft, eine richtige Antwort zu kennen. Im Verwaltungslehrgang 1 reicht das nicht. Du musst zeigen, wie du zur Antwort kommst. Eine gute Klausur ist deshalb nicht nur inhaltlich richtig, sondern klar aufgebaut: Obersatz, Rechtsgrundlage, Tatbestandsmerkmale, Subsumtion, Ergebnis. Diese Struktur bringt Punkte, selbst wenn einzelne Details nicht perfekt sind.

Inhalt und Ablauf der Prüfung im Verwaltungslehrgang 1 NRW

Am Ende des Aufbaulehrgangs stehen in der Regel vier schriftliche Prüfungsarbeiten mit jeweils 120 Minuten Bearbeitungszeit sowie eine praktische Prüfung. Die schriftlichen Prüfungen decken rechtliche und betriebs- beziehungsweise finanzwirtschaftliche Kompetenzen ab. Die praktische Prüfung findet häufig als Rollenspiel, Gesprächssituation oder Präsentation mit Diskussion statt und dauert meist etwa 20 Minuten; vorher gibt es eine Vorbereitungszeit.

Für die schriftlichen Klausuren solltest du mit verwaltungstypischen Fallsituationen rechnen: Ein Bürger stellt einen Antrag, eine Behörde muss über Gebühren entscheiden, eine ordnungsrechtliche Maßnahme soll geprüft werden, ein Bescheid ist vorzubereiten oder eine kommunalrechtliche Frage ist zu beurteilen. Die Aufgaben sind selten reine Wissensabfragen. Meist musst du den Sachverhalt lesen, wichtige Informationen markieren, die richtige Anspruchs- oder Eingriffsgrundlage finden und anschließend gutachterlich oder praxisorientiert lösen.

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In der praktischen Prüfung zählt nicht nur Fachwissen. Prüferinnen und Prüfer achten auch darauf, ob du verständlich erklärst, ruhig bleibst, Bürgeranliegen ernst nimmst und trotzdem rechtssicher argumentierst. Wer hier nur Paragrafen nennt, überzeugt selten. Besser ist eine Kombination aus fachlicher Sicherheit und bürgernaher Sprache: „Ich verstehe Ihr Anliegen. Entscheidend ist hier, ob die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Ich erkläre Ihnen kurz, wie wir das prüfen.“

Effektive Prüfungsvorbereitung für den Verwaltungslehrgang 1 Quereinsteiger NRW

Die beste Vorbereitung beginnt nicht vier Wochen vor der Prüfung, sondern parallel zum Lehrgang. Nach jeder Unterrichtseinheit solltest du drei Dinge erledigen: erstens die wichtigsten Begriffe zusammenfassen, zweitens ein eigenes Prüfungsschema erstellen und drittens mindestens eine passende Übungsaufgabe lösen. Gerade Quereinsteiger profitieren davon, weil sie so aus Theorie schrittweise Verwaltungspraxis machen.

Besonders hilfreich ist eine Lernstruktur nach Fächern und Aufgabentypen, beispielsweise mit diesen Fächern und Themen:

Allgemeines Verwaltungsrecht

  • Verwaltungsakt
  • Nebenbestimmungen
  • Rücknahme
  • Widerruf
  • Ermessen
  • Rechtsschutz

Kommunalrecht

  • Organe der Gemeinde
  • Zuständigkeiten
  • Rat und Ausschüsse 
  • Bürgermeister
  • kommunale Satzungen

Haushaltswesen

  • Haushaltsgrundsätze
  • kommunale Buchführung
  • Abgabenarten
  • Kostenrechnung

Die 5-Schritte-Methode für Klausuren

Ein praxistaugliches Vorgehen für die schriftliche Prüfung sieht so aus:

  1. Sachverhalt zweimal lesen und Aufgabenstellung genau markieren.

  2. Rechtsgebiet und mögliche Rechtsgrundlage bestimmen.

  3. Lösungsskizze mit Prüfungspunkten erstellen.

  4. Fall sauber lösen: Definition, Subsumtion, Ergebnis.

  5. Am Ende prüfen, ob die konkrete Frage wirklich beantwortet wurde.

Der größte Fehler ist, sofort loszuschreiben. Wer ohne Lösungsskizze beginnt, verliert später Zeit, wiederholt sich oder übersieht wichtige Tatbestandsmerkmale. Plane deshalb bei einer 120-Minuten-Klausur bewusst Zeit für Lesen, Gliederung und Schlusskontrolle ein. Eine saubere, vollständige Lösung mit klarer Struktur ist oft besser als ein langer Text ohne roten Faden.

Prüfungstag im Verwaltungslehrgang 1 NRW: Was wirklich hilft

Am Prüfungstag zählt Routine. Lege dir vorher fest, welche Gesetze, Markierungen und zugelassenen Hilfsmittel du verwenden darfst. Prüfe die Vorgaben deines Studieninstituts rechtzeitig, denn nicht jede Markierung oder Kommentierung ist erlaubt. Packe Stifte, Uhr, Einladung, Ausweis, Verpflegung und zugelassene Gesetzestexte am Vorabend ein. Das klingt banal, verhindert aber unnötigen Stress.

In der Klausur solltest du zuerst die Aufgabenstellung prüfen: Wird eine gutachterliche Prüfung verlangt? Soll ein Vermerk, ein Bescheid, eine Stellungnahme oder eine kurze rechtliche Bewertung erstellt werden? Die Form der Antwort entscheidet über den Stil. Ein Bescheid braucht Tenor, Begründung und verständliche Sprache. Ein Gutachten braucht eine klare Prüfungssystematik. Ein Vermerk muss knapp, sachlich und entscheidungsorientiert sein.

Für die praktische Prüfung lohnt es sich, typische Gesprächssituationen laut zu üben. Viele Teilnehmende können die Lösung innerlich erklären, werden aber unsicher, sobald sie frei sprechen müssen. Übe deshalb mit echten Formulierungen: Begrüßung, Sachverhalt klären, Rechtslage erklären, Entscheidung begründen, Gespräch freundlich abschließen. Das wirkt im Rollenspiel deutlich sicherer als auswendig gelernte Standardsätze.

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Typische Fehler von Quereinsteigern im Verwaltungslehrgang 1 NRW

Ein häufiger Fehler ist reines Auswendiglernen. Natürlich musst du Definitionen und Prüfungsschemata kennen. Aber die Prüfung belohnt Anwendung. Wer nur Karteikarten wiederholt, erkennt im Fall oft nicht, welches Schema passt. Besser ist eine Mischung aus Grundlagenlernen und vielen fallbezogenen Aufgaben.

Ein zweiter Fehler ist fehlendes Zeitmanagement. In 120 Minuten bleibt keine Zeit für lange Einleitungen. Starte zügig, schreibe klar und entscheide, welche Punkte prüfungsrelevant sind. Nicht jeder Nebensatz im Sachverhalt ist gleich wichtig, aber jedes auffällige Datum, jede Frist, jeder Antrag und jede behördliche Handlung kann entscheidend sein.

Ein dritter Fehler betrifft die Sprache. Verwaltungssprache muss präzise sein, aber nicht unnötig kompliziert. Schreibe verständlich, fachlich korrekt und ohne Schachtelsätze. In der praktischen Prüfung gilt dasselbe: Wer komplizierte Begriffe einfach erklären kann, zeigt echte Handlungskompetenz.

Konkreter Lernplan für die letzten Wochen vor der Prüfung

In den letzten sechs bis acht Wochen solltest du nicht mehr alles gleich intensiv lernen. Arbeite zuerst die Fächer auf, in denen du regelmäßig Punkte verlierst. Danach trainierst du alte Klausurtypen, Fallaufgaben und typische Gesprächssituationen. Erstelle dir eine Fehlerliste: Welche Rechtsgrundlagen verwechselst du? Wo vergisst du Tatbestandsmerkmale? Bei welchen Themen verlierst du Zeit?

Eine gute Wochenstruktur kann so aussehen: Zwei Tage Wiederholung der Grundlagen, zwei Tage Falltraining, ein Tag Finanz- oder Organisationsthemen, ein Tag praktische Prüfung und ein Tag kurze Wiederholung mit Karteikarten. Wichtig ist, dass du regelmäßig unter Prüfungsbedingungen übst. Stelle dir 120 Minuten ein, lege alle Unterlagen weg, die nicht zugelassen sind, und schreibe die Lösung vollständig aus. Nur so merkst du, ob du den Stoff wirklich anwenden kannst.

Plakos Onlinetrainer für den Verwaltungslehrgang 1 NRW

Wenn du dich gezielt auf den Verwaltungslehrgang 1 Quereinsteiger NRW vorbereiten möchtest, hilft dir der Plakos Onlinetrainer dabei, den Stoff strukturiert, prüfungsnah und zeitsparend zu wiederholen. Du trainierst typische Aufgabenbereiche, festigst Grundlagenwissen und gewöhnst dich an die Denkweise, die in den Klausuren und in der praktischen Prüfung gefragt ist.

Der Vorteil für Quereinsteiger: Du lernst nicht nur einzelne Fakten, sondern übst Schritt für Schritt, wie du Prüfungsfragen erkennst, Fälle strukturierst und typische Fehler vermeidest. So gehst du mit mehr Sicherheit in den Lehrgang, in die Klausuren und in den Prüfungstag. Der Plakos Onlinetrainer zur Prüfungsvorbereitung im Verwaltungslehrgang 1 NRW ist damit eine sinnvolle Ergänzung zum Unterricht am Studieninstitut – besonders dann, wenn du neben Beruf und Alltag effizient lernen möchtest.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Verwaltungslehrgang 1 für Quereinsteiger in NRW?

Der Verwaltungslehrgang 1 (VL I) qualifiziert Quereinsteiger im öffentlichen Dienst in NRW für den mittleren Dienst. Der Abschluss ist der 3-jährigen Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten rechtlich gleichwertig. Er vermittelt dir in rund 550 Unterrichtsstunden das nötige juristische, organisatorische und betriebswirtschaftliche Fundament für kommunale Sachbearbeitungen.

Hauptvoraussetzung ist deine Anstellung im öffentlichen Dienst in NRW sowie die Anmeldung durch deinen Arbeitgeber. Die formale Mindestqualifikation ist ein anerkannter Berufsabschluss auf DQR-Niveau 4. Ein behördliches Auswahlverfahren ist seit 2017 nicht mehr vorgeschrieben; stattdessen fordern Studieninstitute oft einen standardisierten internen Leistungstest zur Einstufung.

Die Gesamtdauer beträgt je nach Studieninstitut 18 bis 24 Monate. Der Lehrgang ist gestreckt: Er teilt sich in einen Basislehrgang mit 150 Unterrichtsstunden (ca. 6 Monate) und einen anschließenden Aufbaulehrgang mit 400 Unterrichtsstunden (ca. 15 Monate). Der Unterricht findet meist an 1 bis 2 Tagen pro Woche statt.

Die Lehrgangsgebühren belaufen sich auf insgesamt rund 3.750 Euro. Davon entfallen 1.150 Euro auf den Basislehrgang und 2.600 Euro auf den Aufbaulehrgang, jeweils zzgl. Prüfungsgebühren. In der Regel übernimmt dein kommunaler Dienstherr diese Kosten vollständig und stellt dich für den wöchentlichen Unterricht frei.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ersten Verwaltungsprüfung ist für dich als Quereinsteiger eine tarifliche Eingruppierung ab der Entgeltgruppe EG 5 bis maximal EG 9a TVöD beziehungsweise TV-L möglich. Er bildet damit die finanzielle und rechtliche Grenze für Tätigkeiten innerhalb der Laufbahngruppe 1, zweites Einstiegsamt.

Nach dem Basislehrgang schreibst du 2 Klausuren als Zulassung für den Aufbaukurs. Die finale Abschlussprüfung umfasst 4 schriftliche Klausuren à 120 Minuten in den Hauptfächern sowie eine praktische Prüfung in Form eines maximal 20-minütigen Rollenspiels vor dem zuständigen Studieninstitut-Ausschuss.

Deine Gesamtnote in NRW wird mathematisch aus drei Säulen berechnet: Die Leistungen der 4 schriftlichen Abschlussklausuren zählen zu 50 Prozent, das praktische Rollenspiel geht mit 20 Prozent in die Wertung ein. Die restlichen 30 Prozent resultieren aus deinem Lehrgangspunktwert der Vorklausuren.

Die Lehrinhalte umfassen rund zwei Drittel juristische Fächer wie Allgemeines Verwaltungsrecht, Staatsrecht und Kommunalrecht. Das restliche Drittel deckt wirtschaftliche Module ab: Kommunales Finanzmanagement, kommunale Buchführung sowie Kosten- und Leistungsrechnung (KLR). Zudem wirst du intensiv in den Fächern Personalrecht, Arbeitsrecht und Sozialkompetenzen geschult.

Ja, bei fast allen Studieninstituten in NRW ist eine Anmeldung als Selbstzahler möglich. Die zwingende Voraussetzung hierfür bleibt jedoch, dass du bereits aktiv im öffentlichen Dienst beschäftigt bist. Ein vollständiger Quereinstieg aus der freien Wirtschaft ohne bestehendes Anstellungsverhältnis ist ausgeschlossen.

Bei Nichtbestehen kannst du die Erste Verwaltungsprüfung gemäß der Prüfungssatzung PSV-Kom-I maximal zweimal wiederholen. Bereits erfolgreich absolvierte Klausuren werden dir dabei voll angerechnet. Nach einem Fehlversuch verlängert sich deine Vorbereitungszeit in der Regel um maximal 12 Monate bis zum nächsten regulären Termin.

Quellen und weiterführende Informationen

Für diesen Beitrag wurden unter anderem offizielle und fachnahe Informationen zum Verwaltungslehrgang I in Nordrhein-Westfalen herangezogen. Da Ablauf, Anmeldung und Prüfungsmodalitäten je nach zuständigem Studieninstitut leicht abweichen können, sollten Teilnehmende zusätzlich immer die Hinweise ihres eigenen Studieninstituts beachten.

Hinweis: Die genannten Quellen dienen der allgemeinen Orientierung. Verbindlich sind immer die aktuellen Vorgaben des jeweils zuständigen Studieninstituts, der entsendenden Kommune bzw. der zuständigen Stelle.

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